#Greengoals2020: Ökologische Vorsätze im neuen Jahr

ökologische Vorsätze 2020

2019 war ein Jahr, in dem mir noch einmal mehr bewusstwurde, dass wir in einer echten Klimakrise stecken und wie viel noch passieren muss, um eine Katastrophe zu verhindern. Dementsprechend habe ich nicht nur in diesem Jahr versucht, so ökologisch wie möglich zu leben – ich möchte meinen persönlichen CO2-Abdruck auch im nächsten Jahr so klein wie möglich halten. Dazu habe ich mir fünf ökologische Vorsätze genommen, die ich euch kurz vorstellen möchte.

1. Ein nachhaltiges Konto eröffnen

„Während wir unseren fairen, laktosefreien Cappuccino im Mehrwegbecher spazieren tragen, liegt unser Geld auf der Bank und finanziert vielleicht gerade ein neues Kohlekraftwerk oder die Afrika-Expansion eines Genfood-Konzerns. Klingt übertrieben, ist aber so.“ [Tomorrow]. Aus diesem Grund möchte ich 2020 unbedingt zu einer nachhaltigen Bank, wie der GLS, der Triodos Bank oder Tomorrow wechseln. Diese garantieren, dass kein Geld in Projekte wie Waffenhandel, fossile Brennstoffe oder Kinderarbeit fließt. Dazu sind nachhaltige Banken Vorreiter in Sachen Transparenz, sodass man immer Bescheid weiß, was mit dem eigenen Geld passiert. Während ein Kontowechsel eine vergleichsweise kleine Handlung ist, ist die klimafreundliche Wirkung dieser Handlung umso größer.

2. Bei Veganuary mitmachen

Ich lebe jetzt schon seit fast sechs Jahren vegetarisch aber den Absprung zum Veganismus habe ich nie ganz geschafft. Im letzten Jahr habe ich meine Ernährung schon ziemlich umgestellt und esse – besonders zuhause – kaum noch tierische Produkte. Trotzdem ärgert es mich oft, dass ich 100% vegan nicht schaffe und in dieser Hinsicht immer wieder an meinen eigenen Idealen scheitere. Denn dass Veganismus die einzig richtige Ernährung für den Planeten, die Tiere und die Menschen ist, daran habe ich keinen Zweifel. Als kleinen Motivationskick werde ich im Januar bei Veganuary mitmachen und mich einen Monat lang komplett vegan ernähren. Danach werde ich überlegen, wie ich mich zukünftig ernähren möchte.

3. Nicht fliegen

Dieser Vorsatz ist wohl ziemlich selbsterklärend. Theoretisch hätte jeder Mensch auf dieser Welt ein CO2 Budget von 2 bis 3 Tonnen. Wenn ein Flug von Frankfurt nach Vancouver schon 5 Tonnen CO2 verbraucht, dann geht diese Rechnung mit Sicherheit nicht auf. Da ich weder familiär noch durch meine Arbeit auf das Fliegen angewiesen bin, genieße ich das Privileg auf Fliegen verzichten zu können und möchte das auch unbedingt tun. Die Kampagne #flightfree2020 will erreichen, dass 2020 100.000 Menschen nicht ins Flugzeug steigen. Auf Instagram habe ich vor kurzem schon bei der Kampagne mitgemacht.

4. Meinen Konsum drastisch reduzieren

Es gibt wohl nichts ökologischeres als nicht zu konsumieren. Da das in der Realität nicht so einfach ist, versuche ich zumindest so wenig wie möglich zu konsumieren. Dazu habe ich 2019 ein Konsumtagebuch geführt und werde demnächst mal berichten, wie das so geklappt hat und wie ökologisch mein Konsum in diesem Jahr war. 2020 will ich wieder notieren, was ich konsumiert habe und 2019 in jedem Fall übertreffen (natürlich im Sinne von „weniger“ nicht „mehr“). Mein wohl ambitioniertestes Ziel wird dabei sein, keine neue Kleidung zu kaufen, sondern nur Second Hand. Über die klimatischen Auswirkungen von Kleidung klären die Fashionchangers auf, da gibt es viele spannende und erschreckende Infos zur Modebranche.

5. Klimaaktivismus unterstützen

Nichts auf dieser Welt ist so klimaschädlich wie der Abbau von fossilen Brennstoffen, also Kohle und Gas. Dass wir, um den Klimawandel aufzuhalten, aus der Kohle aussteigen müssen, darüber sind sich Wissenschaftler:innen weltweit einig. Und weil Deutschland als reiche Industrienation ein Vorbild sein sollte, muss das hier so schnell wie möglich geschehen. 2019 wurde durch Fridays for Future und Extinction Rebellion schon sehr viel Aufmerksamkeit für das Thema erregt – jedoch ist von politischer Seite noch nahezu gar nichts passiert. Ich werde 2020 daher wieder so oft wie möglich auf die Straße gehen, um für Klimaschutz zu demonstrieren.

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