Aktion | Blogger gegen Mikroplastik

Blogger gegen Mikroplastik

Vor kurzem haben mich Laura und Marieke vom Blog Hauttatsachen angeschrieben. Sie haben eine Aktion ins Leben gerufen, die sich „Blogger gegen Mikroplastik“ nennt.
Auf Hauttatsachen gibt es immer wieder sehr informative Grafiken über bestimmte Themen im Bereich Naturkosmetik, Kosmetik und Umwelt. Auch über Mikroplastik in Kosmetik haben sie schon des Öfteren informiert. Mit dieser Aktion möchten sie dem wichtigen Thema jetzt noch mehr Aufmerksamkeit widmen.

Die Aktion

61 Beauty-Blogger wurden dazu aufgerufen, an der Aktion teilzunehmen. Teilnehmen heißt, auf seinem Blog über das Thema zu informieren und eine der vorbereiteten Grafiken zu zeigen. Für jeden Blogger, der mitmacht, spendet Hauttatsachen 10 € an die Aktion „Fishing for Litter“ von NABU.
Außerdem gehen die Initiatoren für jeden veröffentlichten Beitrag 15 Minuten Plastikmüll aus dem Meer fischen. UND: Für jeden eurer Kommentare, in dem ein Tipp zum Sparen von Plastik vorkommt, legen sie eine weitere Minute drauf.

Mikroplastik

Nun endlich zum eigentlichen Thema: Zu Mikroplastik zählen Plastikteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind. In konventioneller Kosmetik kommen sie als Füllstoffe, Bindemittel, Antistatika und Peelingkügelchen zum Einsatz. Zu finden sind sie unter den Namen Polyethylen (PE), Acrylate (ACS), Polypropylen und Polyamid (Liste mit betroffenen Produkten). Zertifizierte Naturkosmetik verzichtet aus Umweltschutzgründen auf das Plastik – und ersetzt es mit natürlichen Ressourcen. Zum Beispiel gemahlenen Oliven-, Aprikosen- und Traubenkerne, Kreide und Kieselerde. Auch Zahnpasta ist nach Angaben von BUND mittlerweile frei von Mikroplastik.
Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik. Zu primärem Mikroplastik zählen die eben genannten Formen in Kosmetik sowie Basispellets, die als Grundlage zur Plastikproduktion dienen. Sekundäres Mikroplastik entsteht durch den Zerfall von größeren Kunststoffteilen.

Die schweren Folgen

In Kosmetik könnte man noch behaupten, Mikroplastik hätte einen Nutzen – doch in der Umwelt ist es eine Katastrophe. Denn Mikroplastik kann in Klärwerken kaum aus dem Abwasser gefiltert werden und landet in großen Mengen im Klärschlamm oder im Meer. Dadurch sind nicht nur die Meeresbewohner gefährdet – auch in Leitungswasser, Bier, Milch und Honig wurde schon Mikroplastik nachgewiesen.
Im Meer wirken die Plastikpartikel wie ein Magnet, der alle Giftstoffe aus der Umgebung anlagert. An Mikroplastik ist die Giftkonzentration deshalb oft hundertmal höher als im Wasser. Die Meeresbewohner verwechseln diese Giftschleudern mit Nahrung und nehmen sie auf. Dadurch füllt sich ihr Bauch und sie fressen nicht mehr weiter – doch aufgrund der mangelnden Nährstoffe und der Gifte sterben sie daran.
Auch große Fische sind davon betroffen, weil die kleinen Fische zu ihrem täglichen Futter gehören. Gerade bei Meerestieren ist diese Nahrungskette besonders lang und damit besonders gefährlich.
Bei Hauttatsachen seht ihr, welche Blogger noch an der Aktion teilnehmen!

Mikroplastik

 

Bitte fleißig kommentieren: Was sind eure Tipps um Plastik zu sparen?

 

Blogger gegen Mikroplastik

 

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10 Kommentare

  1. Liebe Annabell,
    toll, dass du auch teilnimmst (: ! Ich versuche immer weniger Plastik zu kaufen, damit ich weniger Plastikmüll produziere, z.B. setze ich bei Kosmetikverpackungen lieber auf Glas- als auf Plastikflaschen. Trinken tue ich sowieso fast ausschließlich Leitungswasser, das ich unterwegs gern in Glasflaschen oder selten auch mal in recycelten Plastikflaschen mitnehme, sodass ich unterwegs nie Plastikflaschen kaufen muss.
    Der einfachste Tipp ist natürlich beim Einkaufen seinen eigenen Stoffbeutel oder Korb mitzunehmen, um keine Plastiktüten kaufen zu müssen und auch keine für Obst und Gemüse zu nehmen.
    Auch sehr wichtig finde ich, dass man seinen Müll immer ordentlich entsorgt! Es ist mir unerklärlich warum manche Leute ihren Müll einfach in die Gegend schmeißen. Liebe Grüße (: .

    1. Liebe Theresa, ich versuche das Problem auch so wie du anzugehen. Wenn Obst und Gemüse kaufe, klebe ich den Zettel mit Gewicht und Preis einfach immer auf den Korb – anstatt das Gemüse in einer Extra Tüte zu verpacken. Ich verstehe sowieso nicht, warum die angeboten werden – dazu noch in Bioläden. Außerdem möchte ich mir jetzt meine eigene Tasse mit zur Arbeit bringen, damit ich nicht andauernd einen To-Go-Becher wegwerfen muss!
      Liebe Grüße! :-)

  2. Tolle Aktion, mein Blogpost dazu geht auch gleich online. ;)

    Plastik vermeiden, das versuche ich auch. Es geht nicht immer und überall, aber ich gebe mir Mühe. Zum Beispiel nehme ich immer meinen Korb oder eine Stofftasche mit zum Einkaufen, packe Obst und Gemüse auch lose ein und trinke Leitungswasser aus meiner Glaskaraffe.

    Liebe Grüße,
    Jenni

  3. Liebe Annabell,

    das ist wirklich eine gute Idee mit der Aktion, da muss ich als sonst stille Mitleserin auch kommentieren. :-)
    Deinen Blog lese ich sehr gerne, meistens unterwegs vom Handy, nehme mir dann aber keine Zeit mehr zum Kommentieren bzw. habe ich sonst nicht das Gefühl etwas wirklich sinnvolles beitragen zu können. :-D

    Ich nehme zum Einkaufen auch meine Stoffbeutel mit. Einen habe ich auch immer in Handtasche oder Rucksack für spontane Einkäufe. Außerdem verwende ich take5nets für loses Obst und Gemüse bzw. Papiertüten, die ich danach noch als Biomüllbeutel verwende. Falls sich ein Plastikbeutel mal gar nicht vermeiden lässt, dann versuche ich ihn zumindest weiter zu benutzen bis er quasi auseinander fällt.
    Bei „trockenen“ Lebensmitteln (Nudeln, Mehl, Haferflocken, etc.) versuche ich nur solche, die in Papier und nicht in Plastik verpackt sind, zu kaufen.
    (Fast) alle Getränke kommen bei mir aus Glasflaschen. Für unterwegs verwende ich meine Emil Glasflasche, am Rad hat sie auch ihre eigene Halterung. Wenn ich länger und mit meinem Hund unterwegs bin, ist meine 1,9l Kleen Kanteen Edelstahl-Flasche mit Leitungswasser und ein Edelstahl-Becher für mich und eine kleine Edelstahl-Schüssel für den Hund mit dabei. Das klappt ganz super und lässt sich unterwegs auch leicht nachfüllen.

    Außerdem mache ich meinen eigenen Allzweckreiniger, der schon seit Jahren in ein und dieselbe Plastiksprühflasche gefüllt wird. Dazu löse ich, nach einem Rezept von Yvonne Willicks, in einem Liter heißem Wasser 1 EL Zitronensäure und 1 EL Soda auf (beides in der Drogerie Müller nur in Papier verpackt erhältlich). Nach dem Abkühlen kommt noch 1 EL reiner Alkohol (und manchmal einige Tropfen ätherisches Öl zum Beduften) hinzu. Das funktioniert super für alles von Küchenoberflächen (da lebensmittelsauber), über Böden, Waschbecken, Dusche bis hin zum Klo und spart viel Geld und Plastikmüll.

    Liebe Grüße Bibi

    1. Liebe Bibi, schön, dass dir mein Blog gefällt! :-)
      Ich finde es schon ziemlich bemerkenswert, worauf du alles achtest – da können sich bestimmt noch einige etwas abschauen.
      Wenn ich mal nicht um eine Plastiktüte drum herum komme, benutze ich sie meistens noch als Müllbeutel oder beware sie so lange auf, bis ich sie wieder für etwas gebrauchen kann. Kennst du diese zusammenfaltbaren Stofftaschen? Die finde ich auch super praktisch, wenn man immer eine dabei haben möchte.
      Liebe Grüße!

  4. Ich versuche überall, wo mir möglich, Plastik zu vermeiden: Keine Plastiktüten zum Einkaufen, ich nehme Stoffbeutel mit. Auch in zB Deko-Läden o.ä. verzichte ich immer auf die Plastiktüte, die gleich von jeder Verkäuferin gezückt wird – muss ja nicht sein. Plastikgeschirr verwende ich ohnehin nicht, als Nicht-Kaffeetrinker habe ich also auch nicht das Problem mit dem Plastikbecher :-) Auch Obst und Gemüse packe ich nicht in Plastik ein, manchmal kann man bereits abgepackte Ware aber nicht ohne Plastik bekommen. Auch vermeide ich entsprechende Kleidungsstücke oder eben sämtliche Kosmetik, in der die enthalten ist. Ein Traum wären bei der Naturkosmetik Glastiegel oder -flaschen, aber das ist wohl zu unsicher. Dennoch lobe ich mir die Behälter von MG :-)

  5. Liebe Annabell,

    vielen Dank, dass du bei der Aktion mitmachst! es ist wichtig, dass man nicht nur ohjeohje sagt, sondern auch handelt. Und: Du gibst uns sogar noch die Möglichkeit, auch ein wenig beizutragen.
    Ich versuche zum „Plastiksparen“ u.a. so beizutragen: Wenn ich auf dem Markt Oliven oder ähnliches kaufe, nehme ich von zu Hause ein verschließbares Gefäß mit, statt mir meine Ware in einen Plastikbeutel packen zu lassen.
    Alle Tüten, die ich nunmal doch hin und wieder mitnehme, verwende x-mal wieder. ich nehme sie erst zum nächsten Einkauf wieder mit, um etwa kleine Tomaten rein zu tun, die sonst quer durch den Korb kullern würden. Später packe ich vielleicht streng riechenden Käse rein. Und dann wird sie am Ende zur Mülltüte.
    Ich kaufe keine Getränke in Plastikflaschen und wenn ich doch mal unterwegs unerwartet ein Wasser brauche, nutze ich das Fläschchen ewig weiter.
    Ich kaufe die Geschirrtabs von dm, die „Nature“, die sind in einem Karton und nicht einzeln in Plastikpäckchen verpackt.
    Nun, so weit mal. Ich wünsch dir noch viel erfolg!

    Liebe Grüße, Alice

  6. ein wirklich geniale Aktion, da hätte ich auch sofort mitmachen wollen!!!
    finde es wunderbar, wenn Blogger ihre Stimme nach außen nutzen um auf so ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen – wir haben schließlich nur diese eine Welt, die gehört uns nicht, wir dürfen sie nur benutzen, sollten sie aber nicht ausnutzen!

    einer der einfachsten Tipps um Plastik zu sparen ist, wie ich finde, Plastik Verpackungen, z.B. aus dem Supermarkt (Warum ist alles Obst und Gemüse extra in Plastik verpackt? Es bringt doch von Haus aus seine eigene Verpackung mit!) direkt dort zu lassen. noch besser wäre natürlich direkt auf dem Markt einzukaufen, wo man in der Regel mit dem eigenen Körbchen hingeht!

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

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